Der beste aller Väter gab heute wieder ein paar wunderbare Dinge zum Besten. Dies häuft sich je länger desto mehr. Nicht immer ist es einfach - für uns, aber noch viel weniger für ihn, der merken muss, dass all diese uneinsichtigen Menschen ihn einfach nicht verstehen wollen. Wer es im Gespräch mit ihm mit der üblichen Logik versucht, kommt schnell mal an seine Grenzen. Diese ist nicht mehr gültig. Nicht Material oder Zusammengehörigkeit verschiedener Dinge sind ausschlaggebend für gedankliche Verbindung, sondern scheinbar unvereinbare Kritierien wie Farbe, Anwesenheit oder Anzahl. So versuchen wir immer wieder, aufmerksam zuzuhören und den verzwackten Pfaden zu folgen, die uns oft an spannende Erkenntnisse führen.
Bei einem Dixieland-Konzert mit Lunchbuffet, das wir heute im trauten Familienkreis besuchten, drehte sich die gesamte Aufmerksamkeit meines Vaters um die Besten. Es ging um Kategorien von Plätzen (mit Einheitspreis), um stossende Tischbeine und Gläser, die in Zweierformation auftreten, wobei bei 7 Personen einer alleine sein muss. Ist das nun der Sieger? Oder der mit den meisten Gläsern? Diese sammelte er unter den herrlichsten Vorwänden langsam bei sich an und fügte der Rechnung auch gleich noch den Kugelschreiber meiner Schwägerin und das damit gezeichnete Kreuz auf der Serviette bei. “So eins hast nur du.” “Ja, genau - das ist bei mir, so leid es mir tut”, sagt er und muss dann selber lachen.
Es folgen weitere Berechnungen: Wie sieht es in einer Jazzformation aus (von ihm konsequent Orchester genannt)? Bei all den hochdotierten Musikern , die ja ihrerseits sowieso alle die Besten waren, dass sie da mitspielen dürfen, siegt da letztlich der “Dirigent”? Überall musste einer der Beste, der Sieger sein, in seinen Augen, ehm, Ohren nicht zwingend der Lauteste. (Dem pflichtete ich vobehaltslos bei) Wer aber an diesem grossen Buffet am meisten esse, bis er nicht mehr könne, der sei dagegen nicht der Sieger. Welche Erkenntnis! Zufrieden genoss er für eine Weile die Musik - oder die Betrachtung seiner entspannten und am Tisch herumhüpfenden Familie.
Als meine Schwägerin nach einem kulinarischen Unterbruch dem Thema folgend einwandte, dass die Band nun vielleicht nach all dem Wein nicht mehr so gut sei, brqachte er jedoch die herrlichste Aussage: “Der, welcher von all den Besoffenen am Schluss noch nüchtern ist, ist der Beste!”
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